Speed hoch 3: Netzlaufwerk & VHD (Virtuelle Festplatte) & RamDisk


Forum: Netzwerk und Internet (Windows 7)

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  1. semabra

    semabra Mitglied

    Moin!
    Ich würde gerne meiner Arbeitsumgebung Feuer unter dem Hintern machen und habe mir da was überlegt...

    Die Idee kam mir bei nem 'Terminal' Laptop auf dem an sich nur Office und Browser laufen, wegen der Stift-Tablet-Unterstützung sollte aber Vista oder 7 drauf laufen, daher beruht das Beispiel großteils darauf. Da es sich hier aber um Schallmauerdurchbrüche der Laufwerks-Geschwindigkeit handeln soll, sollte das 'Projekt' nicht bei diesem Laptop und auch nicht in meiner Büro-Wohnung enden! ;) Es soll aber im großen und ganzen aber vorhandene Hardware nutzen, weil: neu, teuer und schnell kann jeder.

    Vorhanden:
    Laptop Neu 4GB,
    Laptop Alt 1GB,
    diverse Desktops,
    Workstation 6GB RAM,
    (File-)Server mit Raid 10 (in Planung) und 8GB RAM,
    Netzwerkfestplatten,
    2x 1-GBit-Switch (1 je Raum)

    Laptops: leiden unter wenig eigenem Ram, einer langsamen pagefile.sys (Festplatte) und Schnittstellen-Mangel am meisten. 1Gbit-Lan ist meistens aber doch verfügbar.

    Meine (Basis-)Idee:
    A) Man Erstellt auf einem Server mit genug RAM eine RamDisk und gibt diese im Netzwerk frei und verbindet das Netzlaufwerk am Client-PC.
    B) (optional) Man erstellt auf diesem Netzlaufwerk eine Virtuelle Festplatte (VHD), diese liegt zwar im Netzwerk wird aber von Windows 7 als Lokale Festplatte gesehen.
    C) Man legt auf diese 'lokale' Festplatte die pagefile.sys

    = Viel schneller RAM am Client-PC (physisch und Virtuell)


    Idee-extended...

    Vielleicht sollte es über den B-Schritt sogar möglich sein RAM von mehreren Servern (RAM-Spendern) als Raid zusammenzufassen.
    (Nur Raid0 macht hier Sinn.) meine Workstation (6GB) und mein Server (8GB), könnten beide je bis zu 2-3GB spenden. Ein 6GB-Laufwerk?
    Die Virtuellen Festplatten unterstützen es zu Dynamischen Datenträgern konvertiert zu werden, also vermutlich auch ein Software-Stripe-Raid.

    Somit wäre eine schnelles Laufwerk verfügbar in das schon einiges reinpasst.

    Das man auf diesen schnellen Netzwerklaufwerken nicht nur die pagefile sondern auch ganze Programme und Arbeitsverzeichnisse unterbringen kann ist wohl klar, mehrere GB sollten nun ja kein Problem mehr sein. Ich denke da zb auch an eine Idle-Synchronisation der Daten in dem flüchtigen Speicher zu einem realen Festplattenverzeichnis. Oder wie wäre es mit dem Abspielen einer ganzen DVD aus dem Ram, ohne einmal Nach-Laden?


    Probleme/Fragen:
    Da es mir in erster Linie um das Putschen RAM-Schwacher-Rechner geht, ist meine Frage oder das Problem, dass die Netzlaufwerke erst bei der Anmeldung verbunden werden, das ist aber zu spät für die Erstellung der Pagefile.

    ? Kann man das verbinden von Netzlaufwerken vorverlegen?

    ? Besteht eine Möglichkeit mklink auszutricksen, dass Links auf Netzlaufwerke möglich sind? (eher unwichtig, da die VHD 'lokal' ist.)

    ? Gibt es jetzt schon eine Möglichkeit die Pagefile auf ein Netzlaufwerk zu legen? Ich habe es mal über regedit probiert, die Eintragungen haben nur zu einem Eintrag im Eventlog geführt aber nicht funktioniert.:(

    Grüße
     
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  3. CarstenK

    CarstenK Aktives Mitglied

    AW: Speed hoch 3: Netzlaufwerk & VHD (Virtuelle Festplatte) & RamDisk

    Hallo semabra,
    also ich möchte mal ganz stark behaupten, das Physischer vorhandener RAM um längen schneller ist als ein Netzlaufwerk.
    Ich an deiner Stelle würde lieber schauen in wiefern du auf den Laptops deinen Speicher erweitern kannst, so teuer sind die Riegel ja nicht...mal davon abgesehen das, selbst wen es funktionieren könnte, es damit viel schneller zu bewerkstelligen ist.
     
  4. michael

    michael Beta Tester

    AW: Speed hoch 3: Netzlaufwerk & VHD (Virtuelle Festplatte) & RamDisk

    Der alte Laptop hat doch sicherlich nur eine 100 MBit Netzwerkkarte, oder? Das würde dein Vorhaben doch schon im Keim ersticken.

    Ansonsten eine interessante Idee ;)
     
  5. semabra

    semabra Mitglied

    AW: Speed hoch 3: Netzlaufwerk & VHD (Virtuelle Festplatte) & RamDisk

    JA: 1-GbBit!
    Also der Laptop hat 1Gbit-LAN, für einen Barebone-PC wäre das ebenfalls interessant. (Und selbst wenn, es hat es nichts mit der Idee zu tun!)

    lokaler RAM
    In welchem (auch neuen) Laptop (oder vielleicht sogar Netbook) passt denn soviel Ram dass man ein vernünftiges Arbeitsverzeichnis (~2GB) UND eine ordentliche pagefile (>1GB) UND ordentlich physischer Speicher reinpassen.
    Also ich habe noch kein (bezahlbares) Netbook mit x64 bit und mehr als 4GB RAM gesehen!
    Mein neuer Laptop hat 4GB. Als Poweruser bleibt da ja schon nicht mehr allzu viel übrig. Um Fragmentierung zu vermeiden ist es ja auch nur mäßig effizient den Speicher über 75% zu nutzen.
    Laptops mit 8GB RAM gibt es kaum! Also woher sonst zusätzlich ~4GB nehmen?
     
  6. kelevra

    kelevra Aktives Mitglied

    AW: Speed hoch 3: Netzlaufwerk & VHD (Virtuelle Festplatte) & RamDisk

    Die Idee an sich finde ich sehr interessant. Allerdings dürfte die Umsetzung, selbst wenn sie möglich wäre, unpraktikabel sein und verhältnismäßig aufwendig.

    1. Wie Michael schon sagt, limitiert ein 100 MBit Lan dermaßen, dass es keinen Sinn mehr macht.

    2. Kannst du das Verbinden von Netzlaufwerken nicht vor den eigentlichen boot des OS legen, oder zumindest nur sehr umständlich.

    3. RAM-Schwache Rechner rüstet man deutlcih schneller mit zusätzlichem RAM aus. Den bekommt man ja mittlerweile nachgeworfen.

    4. Bei einem Laptop möchte man doch gewisse Mobilität, was das Einsetzen von Servern zum Betreiben der RAM-Disk verhindert.

    Weiter wäre dann zu bedenken, wie hoch der Geschwindigkeitszuwachs dann wäre. Und mit zukünftig sinkenden Preisen für SSDs, würde das umrüsten auf diese die bequemere Variante darstellen.

    Wie gesagt, finde ich die Idee an sich aber sehr interessant.

    Was evtl. eine gute Alternative wäre, zumindest im Heim- und oder Firmennetzwerk:

    Cloud Computing:

    Auf einem Server könnte man VMs installieren, beispielsweise Win7 Systeme, die auf entsprechender Server-Hardware deutlich schneller laufen dürften.

    Auf dem Client würde man ein schlankes Linux System installieren, über das man dann per Browser oder Remotedesktop auf die VM zugreift. Selbst per WLAN, das ja mittlerweile Bruttowerte von 300 Mbit erreicht, könnte das funktionieren?!
     
  7. semabra

    semabra Mitglied

    AW: Speed hoch 3: Netzlaufwerk & VHD (Virtuelle Festplatte) & RamDisk

    Also wie gesagt 1-Gbit-Lan ist vorhanden.
    Meine Laptops hängen aus Energie-, Fehlerhäufigkeit-, Performance-Gründen auch an diesem 1GBit-LAN.

    Niemand will das verbinden von Netzlaufwerken vor den Boot legen, das wäre, denke ich, unnötig. Vor die Anmeldung wäre schon gut. Sollte aber eigentlich per Script möglich sein, hat da jemand Erfarung?
    Weiß jemand wann die Pagefile erstellt wird? Kann man das rauszögern? Geräte werden ja soweit ich weiß alle vorher initialisiert.

    SSDs sind mir für sowas zu teuer (soll ja auch für mehrere Systeme sein) und zu anfällig viele Lese&Schreibvorgänge (zB Datenbank-Entwicklung) im Dauereinsatz sollten keine Magenschmerzen verursachen. Außerdem ist das an der Idee vorbei, es soll ja flüchtiger Speicher sein (schnell, keine Abnutzung). SSD für IDE/PATA ist auch nicht das wahre.

    Virtualisierung hat leider auch ein paar Nachteile:
    Ein-Ausgabe (Tastatur/Maus/Webcam/Sound/Bild) laufen dann auch übers Netz und werden so etwas verzögert.(Lokal is dafür schon besser)
    Der RAM mehrerer Systeme zu nutzen wird nicht einfacher, pagefile im lokalen RAM (=ok) und arbeitsverzeichnis im Netz, hier hätte man dann aber eine Art "Weiterleitung", dh Verzögerung und Traffic am 1.Server. Der Traffic geht dann leider, es sei denn der Server hat mehrere Netzwerkkarten, von der Übertragung zum Client ab.
    Aber der gravierenste Nachteil ist, dass es keine Möglichkeiten gibt (soweit ich weiß), dass der so genutze entfernte virtuelle Terminal die Grafikkarte des Clients anspricht. Transparenz und 3D Effekte adee.
    vnc und rdp können das wohl nicht. Bei dem Consolenfenster von VMWare Server, bezweifle ich es mal... (Weiß jemand mehr?) Linux-XServer für Windows wäre was nettes.

    Ah und noch was, das Stifttablet!
     
  8. semabra

    semabra Mitglied

    AW: Speed hoch 3: Netzlaufwerk & VHD (Virtuelle Festplatte) & RamDisk

    Also es gibt wohl gewisse Treiber für vnc mit denen eine gewisse Grafikbeschleunigung möglich sein soll, weiß dazu jemand mehr?

    Eine andere Möglichkeit wäre am Client lokal eine VM auszuführen. Man kann ihr aber leider nur wenig RAM zuweisen, hätte aber die Möglichkeiten für Grafikeffekte (geht mittlerweile) und Eingabe-Geräte direkt zu verbinden. Die Auslagerungsdatei kann nun aber problemlos im Netz liegen. Allerdings wäre die lokale Client-Festplatte doch schon sehr ausgelastet, es sei denn man legt die VM-Festplatte auch ins Netz. Hier würde aber der Speicherbedarf oder zumindest der Traffic mächtig anwachsen. Ob eine VM richtig schnell ist dadurch, dass sie kaum physischen Speicher, dafür aber viel schnellen virtuellen Speicher hat müsste man auch erst rausfinden.
     
  9. areiland

    areiland Mitglied

    AW: Speed hoch 3: Netzlaufwerk & VHD (Virtuelle Festplatte) & RamDisk

    Die Pagefile.sys kann nicht im RAM angelegt werden!
    Windows legt sie immer nur auf INT13 Geräten an. Also physischen Geräten - seit neuestem geht es auch auf externen Festplatten.
     
  10. semabra

    semabra Mitglied

    AW: Speed hoch 3: Netzlaufwerk & VHD (Virtuelle Festplatte) & RamDisk

    Leider falsch! Und zwar bei jedem Szenario.

    1) Pagefile eines lokalen Systems im lokalen RAM
    Also geht wohl!

    2) Bei der Virtualisierung:
    Ein virtuelles System weiß nicht, dass seine Festplatten "nur" Dateien sind und schon garnicht auf welchen (virtuellen) Laufwerken diese liegen. Es ist also ohne weiteres möglich eine Laufwerksdatei auf eine Ramdisk/Ramdrive zu kopieren und sie dann als Festplatte anzusprechen.

    3) die vhd-Lösung:
    vhd-Dateien / Virtuelle Festplatten werden im System als lokale Datenträger angezeigt und stehen auch als solche zur Verfügung. Wenn die VHD-Datei nicht im Netzwerk liegt ist eine Verwendung des virtuellen Laufwerks zur Speicherung der pagefile genauso möglich wie auf jeder anderen Festplatte. Ein Schwierigkeit liegt eben nur darin, eine ansprechbare vhd Datei in ein RAM-Laufwerk zu bekommen, bevor die pagefile initiiert wird. 1) erübrigt diesen Schritt. Das Projekt(Die Idee), soll aber den RAM eines entfernten Systems nutzen, daher besteht nun eine Ablauf-Realisierbarkeitslücke zwischen verbinden eines Netzlaufwerks und Inittieren der pagefile.

    ----------------------------
    Ein anderer Ansatz wäre das RAM-Netzlaufwerk für ReadyBoost oder EasyBooster zu verwenden! Gibts da Kniffe die Tools so zu manipulieren, dass sie ein Netzlaufwerk (oder eine vhd) als USB-Stick behandeln?
     
  11. semabra

    semabra Mitglied

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